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Rente wird ein Thema.

Olaf

Mecklenburgsondler
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Moin,
man wird älter und älter und älter - und plötzlich steht da in naher Zukunft ein Alter, welches gleich dem Geburtsjahr ist.
Ein Alter, in dem man (noch) mit ca. 14% dauerhaftem Abschlag (zuzüglich der Abschläge, die durch Einstellung der künftigen Einzahlungen einhergehen) vorzeitig in Rente gehen könnte.

Ich habe noch keine Rentenberatung kontaktiert, weiß also nicht, was noch so an Abzügen von der prognostizierten Rentensumme abgeht. Was die Steuern angeht, dürften die bei früherem Rentenantritt aufgrund der geringeren Summe sich reduzieren, wird aber schwerlich den Abschlag wettmachen. Ein abbezahltes Haus ist vorhanden, insofern sehe ich zumindest derzeit keine Probleme, über die Runden zu kommen.

Allerdings müsste ich bald entscheiden, ob ich dieses Jahr noch aus dem Hamsterrad raus und damit den von Politikern gern angedrohten potentiellen Änderungen zum Anketten der Boomer entwischen will oder bis momentan 65 weitermache, wenn mir die 45 Arbeitsjahre ein abschlagsfreies Aufhören ermöglichen sollten (die 45 sollten auch schon dieses Jahr voll werden, sofern die Arbeitslosigkeitszeiten nach Auflösung der NVA und nach Insolvenz meiner vorherigen Firma mitzählen, das hilft aber nichts).

Was meint ihr - "solidarisch" weiterkeulen oder in den Sack hauen?

Viele Grüße
Olaf
 
Ich hab einige Hobbys - neben Frau und Hund bastel ich an alten Retro Computern (Commodore) repariere diese und Spiel natürlich auch gerne mal ne Runde drauf... Das sondeln entflammt gerade erst wieder, ich war zwar paar mal los die letzten 10 Jahre aber das kann man an einer Hand abzählen - nebenbei hab ich mit Frau zusammen noch ne kleine Hobbyimkerei - also mir würde es auf keinen Fall langweilig als Rentner und wenn es irgendwie machbar ist würde ich auch nicht Weiterkeulen - allerdings weiß man nicht so Recht wie es (wird ja alles teurer) aussieht wenn es denn in 10 Jahren bei mir soweit ist - geldtechnisch geht.

Mensch vor 15 Jahren waren wir meist zu zweit fast jeden Tag unterwegs auf dem Acker - das wäre wenn man als Rentner noch fit ist und paar Leute hat natürlich super.
 
Olaf,

Man wird älter, Lebenszeit und Lebensqualität bekommst du nicht zurück.
Wem oder Was läufst du hinterher ? Dem Mammon ?
Es stellt sich nur diese eine Frage:
Kommst du mit dem was du jetzt bekommen würdest finanziell klar ?

Ich bin "erst" 48, ich habe von Kindestagen an gelernt zu arbeiten und ich arbeite heute noch gerne, aber wofür?
Um zu sehen wie das Geld welches ich verdiene in irgendwelchen dunklen Kanälen versickert?
Ich Benkos Konkurs finanzieren soll ?
Spenden die bei der 3 Königssammlung zusammen gekommen sind nach Tansania überwiesen werden anstatt hier unseren Rentnern zu helfen ?
Ich Sozialversicherung einbezahle wie ein Irrer nur damit meine Reha mit den Worten "kein Geld vorhanden" abgelehnt wird ??

Keinesfalls länger als unbedingt notwendig !!

Nur weil die Generation Z nicht mehr will soll ich bis zum letzten Atemzug ? :x5: :x5: Genau !!
 
Mahlzeit Olaf,

das muss natürlich jeder für sich entscheiden und sein vorhandenes Gesamtpaket betrachten, dass er da vor sich liegen hat. Ein paar Dinge möchte ich auch gerne noch in den Raum stellen.

Wie Ottokar bereits schrieb, unabdingbar ist, dass du mit dem was du finanziell bekommen würdest, vorerst klar kommst. Und vorerst ist der erste Begriff, wo man schon überlegen sollte, wie man es für sich interpretiert. Heutzutage liegt die Lebenserwartung für Männer bei etwa 78-79 Jahren. Letztendlich kann aber niemand sagen, wann er umfällt. Wie man im Laufe des Lebens mitbekommt, kippt der ein oder andere, teils auch noch so toll angesehene Sportler oder gesund Lebende, unerwartet deutlich früher um. D.h. vielleicht ist dein Gesamtpaket für bis 78 ok und danach wird es dann aufgrund von Inflation und allen anderen Gedöns doch ein wenig knapp und man denkt sich, hätte ich doch mal länger / mehr gearbeitet. Vielleicht kippst du aber auch schon früher um und dann denkst du nicht mehr, höchstens noch deine Hinterbliebenen, ach hätte er doch mal früher das Leben genossen und wäre mit der Arbeit kürzer getreten.

In meinen Augen ist erstmal zu 78 hinzukommen die Devise. Und dazu gehört halt auch rechtzeitig für sich zu spüren wann es mit der Arbeit reicht, es sich aber auch "leisten kann". Ich als Vorgesetzter ermutige jeden meiner Mitarbeiter sich auch um sich selbst zu kümmern. Die jungen Burschen wollen immer möglichst viel Kohle ranschaffen und machen ohne Ende Nachtschichten, 6-Tage Wochen und Überstunden. Irgendwann sagt dein Körper dann aber auch "Schluss damit". Man sollte gucken, dass man genug zum Leben hat und gemütlich über die Runden kommt, ohne sich allzu sehr dafür aus dem Fenster lehnen zu müssen und seinen Körper zu verschleißen. Das dickste Konto hilft dir nicht wenn du ins Alter kommst oder sogar stirbst. Guck das du lebst, und das was die Firma oder der Staat anbietet mitnimmst (Reha, Kur, Sabbatjahr, etc.).

Wichtig wäre in meinen Augen, dass man genügend andere Sachen zu tun hat, wenn die bisherige Arbeit nun ein Loch in die Wochenzeit reißt. Wer beispielsweise vorher nie groß gereist ist wird vermutlich dann auch nicht der große Reisende werden. Bevor man aber anfängt zu versauern, viel Trash-TV schaut und den Körper nach und nach durch Inaktivität runterfährt, würde ich noch weiter arbeiten und vielleicht nur mit dem Gedanken spielen ein wenig zu reduzieren. Sowas weiß man oft aber erst später, wozu man neigt ;) Arbeit wieder aufnehmen oder zur Rente ein wenig dazu arbeiten kann man mittlerweile ja problemlos. Ist nur immer schön, wenn man es freiwillig macht, weil man vielleicht nochmal auf eine bestimmte Arbeit Spaß und Bock hat, als das man es muss, weil das Geld fehlt.

So, nun aber auch genug "Weisheit" von einem 36-jährigen :lol: also ich gucke für mich, dass ich mir die Frage später nicht mehr stellen brauche, sondern arbeite effektiv darauf hin, dass ich es mir leisten kann, frühzeitiger in Rente zu gehen, und das vor allem ohne vorher groß Abstriche machen zu müssen. Denn letztendlich, wer weiß, wann es einen selber trifft ;)

Grüße

DD
 
Moin
Ich hab dieses Jahr meine 43 Jahre voll..also noch 2 Jahre malochen und ich hab mein Soll erfüllt :lol:
Dann bin ich 61 und werde maximal bis 65 arbeiten sofern es die Abzüge bis dahin zulassen..Man weiss ja nie was die Regierung sich bis dahin noch einfallen lässt !!
45 Jahre als Heizungsbauer und Klempner hinterlassen nach den Jahren mittlerweile ihre Spuren am Körper
 
So schnell es geht wenns finanziell irgendwie geht raus aus der Arbeitswelt. Leben so gut es geht genießen... Vom Geld kannst dass Leben nicht verlängern.. Dass ist meine Meinung...
 
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