Keine Sorge, ich bin nicht über Dudis Maisfeld hergefallen und habe die letzten Römer geraubt, nein, auch am Rand meines Wohnortes, keine 500 Meter vom Kirchturm weg, beginnt ein Feld, welches sich derzeit als Maisfeld deklariert.
Dort war ich schon einige Zeit lang nicht mehr suchen, zum einen wegen der Einsaat, zum anderen ist der Boden dort ziemlich schwer, da habe ich viele Felder mit leichtem sandhaltigen Boden vor der Haustür, die nicht so schwer zu bewirtschaften sind.
Aber ich hatte da ja schon mal einen viertel Hohlpfennig gefunden, also müssten drei Viertel noch irgendwo liegen.
Nachdem ich beschlossen hatte, dass ich von der Gartenarbeit gesättigt den Spaten aus der Hand legen und mich vom Acker auf selbigen machen sollte, dauerte es nicht mehr lange und am späten Sonntagnachmittag kam ich an der Fläche der Begierde an.
Soldatisch stramm standen die Maisstoppeln in Reih und Glied, der Boden dazwischen war weitgehend glatt und von den Regenfällen des Vortags noch gut feucht.
Mutig suchte ich mir eine Spur, die erst mal querfeldein führte und in der die Stoppeln zumindest teilweise niedergewalzt waren.
Gleich das erste Signal glänzte klein, rund und silbrig aus dem Boden: Ein Dreiling? Ich guckte links, ich guckte rechts, abgesehen von der Form war nicht die Spur einer Münzvergangenheit zu erkennen, auch das Material wirkt eher wie Aluminium als wie Silber.
Also Niete. Die fand sich auch an einem Blechstreifen, der zwar ein schönes Signal gab, aber dann das besagte Nietblech darstellte.
Der erste Knopf ließ auch nicht lange auf sich warten, allerdings winzig und unscheinbar.
Die Schlüsselfrage konnte schnell geklärt werden, ob den einer der anliegenden Eigenheimbesitzer bei der Entsorgung von Gartenabfall verloren hat, allerdings nicht.
Ich schwenkte links auf einen Zipfel des Ackers, der in den letzten Jahren Wiese war. Auch hier blieb es einigermaßen schrottig.
Der Uhrenschlüssel und die Grapenscherbe kamen hier zum Vorschein, leider auch die Komponenten des 3D-Sondelns - Deckel, Draht und Dosenblech.
Also drehte ich um und marschierte jetzt, die Stoppelreihen quer forcierend, in Richtung der nördlichen Ackergrenze.
Das ging nicht so gerade, wie gewünscht, denn der Acker wollte mich - mit Haut und Haar. So musste ich jedenfalls das saugende Gefühl an meinen Stiefeln interpretieren, als der bis dahin hinreichend feste, wenn auch zum Graben schwere Boden unter meinen Füßen nachgab und mich einsacken ließ. Ich konnte mich aus eigener Kraft bergen, fluchte einmal und machte lieber einen Boden um die feuchte Senke.
Der Acker hielt sich weiterhin auffallend mit guten Funden zurück. Hier und da mal Blech oder ein Drahtstück, ja sogar eine Musketenkugel erfreute das Herz. Scherben hätte man bei den Bodenverhältnissen gut sehen können, aber außer der einen oder anderen aus Glas war da nichts.
Auf der Randspur, die mir in der Vergangenheit schon einige gute Funde geliefert hatte, blieb es auch bei DT - nein, nicht der DT, sondern Draht und Tuben sowie ein Technikteil.
Der Rückweg parallel zum Weg schenkte mir noch 2 weitere Kugeln und kurz vor dem Auto tatsächlich noch zwei aufblühende Arsenbronzeknöpfe. Da könnte man doch glatt Frühlingsgefühle kriegen, wenn nicht als nächstes in mehreren Löchern immer wieder Reste derselben flügellosen Red Bull-Dose mir das Graben schwer gemacht hätten.
Ich schaute auf die Uhr, 2 1/2 Stunden waren weg - und noch nicht mal ein Reichszinkzehner oder ein DDR-Pfennig als Alibimünze.
Also auf in die Nachspielzeit, bis halb sieben noch eine Querbahn anteilig hin und zurück, oder "bis zur ersten Münze".
Da die Bahn hin eine Nullnummer war, drehte ich irgendwann um und wandelte langsam zurück. Tatsächlich mal wieder ein gutes Signal: Eine Plombe. 5 Meter weiter wieder ein Signal: Die nächste, etwas größere Plombe.
Hatte jemand was von bis maximal halb sieben gesagt? Es war mittlerweile 18:40, also wirklich Nachspielzeit. (Abends sollte es Nudeln geben, da hab ich so ungesunde Assoziationen mit einem gewissen Holz...")
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei, und so kam es, wie es kommen musste.
Noch ein Signal, gleicher Leitwert, Fund rund, Plombe?
Nein, aus dem Schlammknäuel schälte sich dann doch trotz bereits aufgegebener Hoffnung noch eine Münze heraus, die diesem Namen auch gerecht wurde und statt des erwarteten Zinksegens auch den drohenden Silberbann abwendete.
8 Skilling von 1624, geprägt unter Christian dem IV. in Kopenhagen.
Das war dann auch das letzte Gutfundsignal, und dort, wo die Bahn auf den Feldrand traf, waren meine Löcher von den oben erwähnten Knöpfen.
Das silbrig glänzende Blechstück wird kein Silber, sondern ein Flatsch Lötzinn gewesen sein.
Viele Grüße
Olaf
Dort war ich schon einige Zeit lang nicht mehr suchen, zum einen wegen der Einsaat, zum anderen ist der Boden dort ziemlich schwer, da habe ich viele Felder mit leichtem sandhaltigen Boden vor der Haustür, die nicht so schwer zu bewirtschaften sind.
Aber ich hatte da ja schon mal einen viertel Hohlpfennig gefunden, also müssten drei Viertel noch irgendwo liegen.
Nachdem ich beschlossen hatte, dass ich von der Gartenarbeit gesättigt den Spaten aus der Hand legen und mich vom Acker auf selbigen machen sollte, dauerte es nicht mehr lange und am späten Sonntagnachmittag kam ich an der Fläche der Begierde an.
Soldatisch stramm standen die Maisstoppeln in Reih und Glied, der Boden dazwischen war weitgehend glatt und von den Regenfällen des Vortags noch gut feucht.
Mutig suchte ich mir eine Spur, die erst mal querfeldein führte und in der die Stoppeln zumindest teilweise niedergewalzt waren.
Gleich das erste Signal glänzte klein, rund und silbrig aus dem Boden: Ein Dreiling? Ich guckte links, ich guckte rechts, abgesehen von der Form war nicht die Spur einer Münzvergangenheit zu erkennen, auch das Material wirkt eher wie Aluminium als wie Silber.
Also Niete. Die fand sich auch an einem Blechstreifen, der zwar ein schönes Signal gab, aber dann das besagte Nietblech darstellte.
Der erste Knopf ließ auch nicht lange auf sich warten, allerdings winzig und unscheinbar.
Die Schlüsselfrage konnte schnell geklärt werden, ob den einer der anliegenden Eigenheimbesitzer bei der Entsorgung von Gartenabfall verloren hat, allerdings nicht.
Ich schwenkte links auf einen Zipfel des Ackers, der in den letzten Jahren Wiese war. Auch hier blieb es einigermaßen schrottig.
Der Uhrenschlüssel und die Grapenscherbe kamen hier zum Vorschein, leider auch die Komponenten des 3D-Sondelns - Deckel, Draht und Dosenblech.
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Also drehte ich um und marschierte jetzt, die Stoppelreihen quer forcierend, in Richtung der nördlichen Ackergrenze.
Das ging nicht so gerade, wie gewünscht, denn der Acker wollte mich - mit Haut und Haar. So musste ich jedenfalls das saugende Gefühl an meinen Stiefeln interpretieren, als der bis dahin hinreichend feste, wenn auch zum Graben schwere Boden unter meinen Füßen nachgab und mich einsacken ließ. Ich konnte mich aus eigener Kraft bergen, fluchte einmal und machte lieber einen Boden um die feuchte Senke.
Der Acker hielt sich weiterhin auffallend mit guten Funden zurück. Hier und da mal Blech oder ein Drahtstück, ja sogar eine Musketenkugel erfreute das Herz. Scherben hätte man bei den Bodenverhältnissen gut sehen können, aber außer der einen oder anderen aus Glas war da nichts.
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Der Rückweg parallel zum Weg schenkte mir noch 2 weitere Kugeln und kurz vor dem Auto tatsächlich noch zwei aufblühende Arsenbronzeknöpfe. Da könnte man doch glatt Frühlingsgefühle kriegen, wenn nicht als nächstes in mehreren Löchern immer wieder Reste derselben flügellosen Red Bull-Dose mir das Graben schwer gemacht hätten.
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Ich schaute auf die Uhr, 2 1/2 Stunden waren weg - und noch nicht mal ein Reichszinkzehner oder ein DDR-Pfennig als Alibimünze.
Also auf in die Nachspielzeit, bis halb sieben noch eine Querbahn anteilig hin und zurück, oder "bis zur ersten Münze".
Da die Bahn hin eine Nullnummer war, drehte ich irgendwann um und wandelte langsam zurück. Tatsächlich mal wieder ein gutes Signal: Eine Plombe. 5 Meter weiter wieder ein Signal: Die nächste, etwas größere Plombe.
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Hatte jemand was von bis maximal halb sieben gesagt? Es war mittlerweile 18:40, also wirklich Nachspielzeit. (Abends sollte es Nudeln geben, da hab ich so ungesunde Assoziationen mit einem gewissen Holz...")
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei, und so kam es, wie es kommen musste.
Noch ein Signal, gleicher Leitwert, Fund rund, Plombe?
Nein, aus dem Schlammknäuel schälte sich dann doch trotz bereits aufgegebener Hoffnung noch eine Münze heraus, die diesem Namen auch gerecht wurde und statt des erwarteten Zinksegens auch den drohenden Silberbann abwendete.
8 Skilling von 1624, geprägt unter Christian dem IV. in Kopenhagen.
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Das war dann auch das letzte Gutfundsignal, und dort, wo die Bahn auf den Feldrand traf, waren meine Löcher von den oben erwähnten Knöpfen.
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Das silbrig glänzende Blechstück wird kein Silber, sondern ein Flatsch Lötzinn gewesen sein.
Viele Grüße
Olaf
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Zuletzt bearbeitet:
die Münze ist der Knaller