Grüß dich,
Erstmal will ich dir für deine Mühe danken denn so ein Leitfaden wäre für viele eine echte Bereicherung.
Ich habe mir den Leitfaden jetzt eindringlich durchgelesen und als langjähriger Sondler mit hinreichend Erfahrung stimme ich dir beim Grundlegenden Aufbau beziehungsweise dem Chemischen Prozess der zum Aufbau einer Patina führt zu.
Widersprechen würde ich dir aber bei 2 Punkten,
Bei Schritt 1, der Farbe,
Tiefschwarz bis Dunkelgrün. Das trifft auf die meisten Funde zwar zu allerdings geht die Farbscala bis hin zu Azurblau.
Bei Schritt 3, Punkt 2,
Die Cuprit Schicht, ich habe lediglich 2 Funde die diese Schicht deutlich als rotes Band erkennbar aufweisen.
Ich vertrete die Meinung das Funde die Patina bis zu Azurblau ausgebildet bereits dies bereits die äußere Schicht ist. Also die Cupitschicht.
Bin bin kein studierter Archäologe oder gelernter Restaurator, ich habe mir das restaurieren in 20 Jahren selbst beigebracht.
Inzwischen betreibe ich das restaurieren und Rekonstruieren auch für umliegende Museen und im engen Freundeskreis.
Wenn ich Eier in der Hose hätte würde ich das bereits Hauptberuflich betreiben.
Da die Patina das einzige Erkennungsmerkmal eines Fundes ist mit welchem man Optisch und durch fühlen bereits eine grobe Einschätzung treffen kann wird die zu wenig berücksichtigt.
Künstlich mit unterschiedlichen Mittelchen in kürzester Zeit erzeugte Patina erkennt man als Laie nicht.
Geruch und Fingerspitzengefühl sind da ganz wichtig.
Ähnlich wie bei Silber.
Wenn man sich nicht damit beschäftigt wird man, sollte man Funde zukaufen um Sammlungen zu vervollständigen, schnell auf plumpe Fälschungen hereinfallen.
Mein Interessensgebiet liegt hauptsächlich beginnend bei der Kupfersteinzeit bis hin zu den Kelten.
Und da kann ich abschließend noch sagen:
Die Patina hängt von 2 Faktoren ab:
Bodenbeschaffenheit und Materialzusammensetzung,
ein Beil das hier zu finden ist kann in deinem Boden eine ganz andere Patina aufbauen.
Lg Ottokar