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Boden nass, Funde nicht so krass.

Olaf

Mecklenburgsondler
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Detektor
XP DEUS 2
Aber doch das eine oder andere dabei. Diese Begehung mit meinem Kumpel in Elbischen Gefilden fand bereits im letzten Dezember, noch vor der Eiszeit statt. Leider hatte sich zeitgleich mein Sony-Makroobjektiv verabschiedet, welches ich voller Hoffnung zur Reparatur gab, aber erst mal nen Fuffi für einen Kostenvoranschlag investierte.
Das war auch gut so, denn die wollten für die Reparatur glattweg 600 Euro haben, für ein Objektiv, welches es gebraucht für ungefähr die Hälfte gab. Deswegen auch die qualitätseingeschränkten Handy-Fotos aus der zittrigen Hand, denn die ganz große Kamera macht sich für die kleinen Funde auch nicht so gut, wenn da die Leuchten im Weg hängen.

Es war Sonntag, doch auf dem nahegelegenen Bahngleis wurde im Rahmen der Streckensperrung Hamburg-Berlin tatsächlich gearbeitet.
Am Ort angekommen, ging es erst mal los mit Aluminiumblech, entweder selbst ergraben oder von der Truppe, die vorher dort war, ausgebuddelt und hingeworfen.
Die erste Münze, ein 5er aus der Kaiserzeit, ließ auch nicht lange auf sich warten. Dann die ersten Knöpfe und schließlich die erste, leider halbierte Silbermünze aus dem Jahr 1648. Warum nur sind immer die schönsten und ältesten kaputt?
Silber kam dann noch zweimal in homöopathischen Dosen - ein Dreiling aus Hamburg und einer aus Mecklenburg.
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Ansonsten merkte man zumindest bei den besseren Funden, dass der Acker bereits gut und oft abgesucht war. Deckel, Draht und Dosenblech gab es nach wie vor ausreichend. Dennoch gab es noch einige nette Funde: Ein österreichisches 2 Heller-Stück, welches ich bisher noch nicht hatte. Und ein Hamburger Stadtwappen nicht nur auf dem Dreiling, sondern auch auf einer Plombe. So wird man vom Ort der Arbeit bis aufs Feld verfolgt.

Die Münzen aus 5 Stunden entsprachen nicht ganz dem Verwöhnlevel früherer Spaziergänge:
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Allerdings darf ich sie wieder wägen, mit einem Münzgewicht für einen spanischen Escudo (?) von 2,68 Gramm:

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Dafür gab es wieder genug Knöpfe für einen halben Anzug:

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Die bereits erwähnte Plombe mit Hamburger Wappen, mit der Jahreszahl 1623 auf der Kehrseite, war nur eine von sechs mehr oder weniger erkennbaren Plomben:
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Das Blei der Plomben blieb nicht das einzige:
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Die beiden seltsamen Röhrchen erinnerten mich an das Wenige aus dem Lehrgang "Methoden der Feldbegehung" so um das Jahr 2012 herum, was ich noch nicht vergessen habe, zumindest meine ich, dass es da seinerzeit einen Vortrag von Jochim Weise zur Schlachtfeldarchäologie gab, bei dem er diese Teile als Kanonenzünder vorstellte. Die textilartigen Reste, die beim Reinigungsversuch auftauchten, dürften das bestätigen. Zur Formenähnlichkeit siehe auch hier:
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Nicht nur Alu, Silber, Eisen, Blei, auch Buntmetall war noch dabei:
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Dabei ein Segment eines Gliederkettengürtels (?) und ein schlankes Stück von einem Griffstück (von was?), welches nur einseitig verziert ist.
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Kurz vor Ende, so ein Ding, gabs noch nen dicken Kupferring (den ich ausnahmsweise mal recht massiv von Korrosion befreit habe, aber da wollte einfach kein Silber unter der Schicht erscheinen) von über 11 Gramm:
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Das ganze Gewirr runder Scheiben noch mal in Übersichtsfotos:
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In der Hoffnung, hiermit auch hier die frostige Jahreszeit ein wenig aufzulockern ;-)
Viele Grüße
Olaf
 

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